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HGC-Fachtagung: Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt – regionale Versorgung auf dem Vormarsch
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Hamburg, 18. September 2009: Nach zwei erfolgreichen Tagen mit spannenden Diskussionen und Ergebnissen endete heute in Hamburg die zweitägige Fachtagung „Mehr Gesundheitsnutzen – die Zukunft hat begonnen. Erfolgreiche Partnerschaften im Wettbewerb“ der Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH (HGC). Über 150 Entscheider aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft waren der Einladung gefolgt und diskutierten in verschiedenen Seminaren unter anderem über Innovationen im Gesundheitswesen, die Zukunft des Morbi-RSA, Gesundheitsnutzen durch Selektivverträge oder regionale Versorgungsbudgets.
Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer HGC, ist sich sicher, dass sich durch die Zentralisierung der Entscheidungen bei Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen in der Gesundheitsversorgung zwingend neue kleinteilige regionale Ebenen herausbilden werden. "‘One size fits all‘ funktioniert im Gesundheitswesen nicht, dazu sind die regionalen Unterschiede zu groß. Die Region ist eine Ebene, die die Komplexität reduzieren kann“, betonte er in dem Seminar „Regionale Versorgungsbudgets Königsweg ressourcenschonender Versorgung und zwingende Notwendigkeit in Zeiten des Ärztemangels?
Priv.-Doz. Johannes Hallauer, Abteilungsleiter Gesundheit im Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, hält die regionale Versorgungsplanung in seinem Land, in dem der Altersdurchschnitt in den kommenden Jahren dramatisch ansteigen wird, für dringend notwendig. Unter anderem müsste die Entwicklung von Populationsmodellen gefördert werden, sagte er. Hallauer kritisierte, dass die Gestal-tungsmöglichkeit der Länder bisher auf die Krankenhausplanung beschränkt sei und es keine sektorenübergreifende Bedarfsplanung gebe.
Rebscher: „Bewertung von Nutzen muss Sichtweise aller Beteiligten einbeziehen“
Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK, zeigte auf, welche Punkte aus Sicht der Krankenkasse bei der Auswahl von Versorgungsmodellen für die Versicherten beachtet werden müssten. „Wir denken bei der Beurteilung von Versorgungsverträgen zu wenig daran, wie sie sich in der konkreten Situation auswirken. Nur weil wir etwas nach ganz rationalen Gesichtspunkten für sinnvoll halten, muss es von den Empfängern nicht auch so empfunden werden“, betonte er. Deshalb sei es so wichtig, durch Versorgungsforschung zu untersuchen, ob eine Leistung unter Alltagsbedingungen wirksam sei. Das könne eine klinische Studie nicht beantworten.
Göpffarth: „RSA zwingend erforderlich in wettbewerblichem Gesundheitssystem“
Dr. Dirk Göpffarth, Bundesversicherungsamt, ging in seinem Vortrag auf die Zukunft des Morbi-RSA ein: „Der Risikostrukturausgleich ist in einem wettbewerblichen Gesundheitssystem zwingend erforderlich. Und je wettbewerblicher das Gesundheitswesen ausgestaltet ist, desto zielgenauer muss der RSA sein.“ Dies gelte insbesondere für die selektivvertragliche Versorgung, denn dort müsse man Anreize für die Krankenkassen setzen, sich vermehrt für die Versorgung von älteren Menschen oder chronisch Kranken zu engagieren. Göpffarth räumte ein, dass im Jahr 2009 hier noch kein deutlich sichtbarer Effekt eingetreten sei. „Die kurzfristige Überlegung der Krankenkassen in 2009 war ‚wie sie den Zusatzbeitrag verhindern können und nicht, wie sie Versorgung gestalten können“, erklärte er.
Für 2010 erwartet Göpffarth nur kleine Änderungen am Morbi-RSA. Für die Zukunft werde aber diskutiert, den RSA so auszugestalten, dass Prävention belohnt wird und auch regionale Unterschiede in den Zuweisungen berücksichtigt werden. Auch die Ausgestaltung eines gemeinsamen Morbi-RSA für die Private und die Gesetzliche Krankenversicherung sei möglich, sagte Göpffarth.
HGC-Geschäftsführer Hildebrandt bedankte sich bei allen Teilnehmern für die große und positive Resonanz. Sein Fazit: „Wir konnten zeigen, dass im Gesundheitswesen durchaus zwischen vielen Bereichen Partnerschaften möglich sind. Deutlich wurde auch, dass Vertrauen und Gesundheitsnutzen in der Gesundheitsversorgung der Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden.“ Anlass der Tagung war das 20jährige Jubiläum der auf die Gesundheitswirtschaft spezialisierten Beratungsfirma HGC.
Weitere Informationen für die Presse finden Sie unter www.gesundheitsconsult.de.
Für Rückfragen:
Britta Horwege
Hildebrandt GesundheitsConsult
Borsteler Chaussee 53
22453 Hamburg
Telefon: 040 - 51 48 55 - 0
Mobil: 0177 - 300 62 82
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