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Verhalten optimistisch: Online-Blitzumfrage

Online-Blitzumfrage: Wie reagiert die Gesundheitswirtschaft auf die vorgezogene Bundestags-Neuwahl im Herbst 2005?

Kulmbach/Hamburg. Das Angebot des Bundeskanzlers Gerhard Schröder zu vorgezogenen Neuwahlen hat auch bei den Gesundheitsunternehmen für Diskussionen gesorgt. Welchen Einfluss hat diese überraschende Entwicklung auf ihr Investitions- und Marktverhalten? Hierzu führten krankenhaus umschau und Hildebrandt GesundheitsConsult unmittelbar nach Ankündigung der Neuwahlen eine online-Blitzumfrage durch.

Bis zum Abend des 29. Mai - also im Zeitraum einer Woche - haben rund 240 Vertreter der Gesundheitswirtschaft an der Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis: Keine großen Veränderungen, aber eine leicht positivere Umgebung für die eigene Marktaufstellung prognostizieren die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. 32 % erwarten vom Ausgang der Wahl eher eine Verbesserung ihrer Marktchancen und ihres Umfelds, 10 % eine Verschlechterung und 58 %, also die Mehrheit, keinen wesentlichen Unterschied zur jetzigen Situation.

Diese Antworten korrelieren mit der Einschätzung zu den eher geringen Unterschieden, die von den Befragten von einer rot/grün bzw. schwarz/gelb orientierten Gesundheitspolitik für ihre Unternehmensstrategie angenommen werden . Nur 35 % sehen einen sehr deutlichen Unterschied, während 65 % eher geringe oder keine relevanten Unterschiede ausmachen können. Bei dieser Frage unterscheiden sich allerdings die Ansichten bei einem Vergleich der Teil-Branchen: So sehen die teilnehmenden Vertreter aus dem Krankenhausbereich nur zu 22% deutliche Unterschiede, während die Umfrageteilnehmer aus dem Bereich der Krankenkassen zu 100% und die aus der Industrie zu über 45% deutliche Unterschiede für die jeweilige eigene Zukunftsausrichtung erwarten.

Interessante Ergebnisse zeigt auch die Frage nach der Erwartung an die eigene Investitionstätigkeit: Insgesamt wollten 70 % der Befragten ihre eigenen Investitionen "so fortführen, wie wir sie ohnehin geplant haben", 15 % wollten sie "eher vorsichtiger ansetzen, um zunächst abzuwarten, wohin die Richtung gehen wird", und ebenfalls 15 % wollten die Aussicht auf Neuwahlen schon jetzt dazu nutzen, ihre Investitionen eher zu beschleunigen. Der gestärkte Wettbewerb und die Marktöffnung durch die Reformgesetzgebung (GMG) werden in keiner der Antworten in Frage gestellt, die Richtung bleibt. In den einzelnen Teilbranchen gibt es aber erhebliche Unterschiede: Krankenhäuser zeigten sich am wenigsten beeinflusst, sie votierten zu knapp 85 % auf Fortführung wie bisher, während die Krankenkassen- und Industrievertreter ihre Investitionen eher beschleunigen wollten.

Weitere Informationen zur Befragung finden Sie in der Juni-Ausgabe der krankenhaus umschau

Zitate aus der Online Blitzumfrage

Präsentation Ergebnisse der Online-Blitzumfrage

 
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