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KBV-Messe 2010: Programm und Vorträge
Seminar 1: Selektivverträge als Chance: Strategien – Partnerschaften – Umsetzung
Veranstalter: HGC Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH
Wie kann die gute Idee sektorübergreifender Versorgungsmodelle Eingang in die Versorgungsrealität finden? Gemeinsam im Dialog mit Experten aus relevanten Bereichen erarbeiten die Teilnehmer in Kreativworkshops Strategien und konkrete Lösungsansätze für praxisrelevante Fragestellungen zum Abschluss und zur Umsetzung von Selektivverträgen. Impulsreferate von Experten geben Informationen und kritische Sichten auf den Stand der Entwicklung in Deutschland. Die Veranstaltung richtet sich dabei insbesondere an Vertreter von Ärztenetzen mit unternehmerischen aber auch partnerschaftlichen Versorgungsmodellen, an Krankenkassen mit Vertragsabsichten für faire Selektivverträge und Industrie mit innovativen Konzepten für ein erfolgreiches Versorgungsmanagement.
Selektivverträge zur Versorgungssteuerung – Potenzial schon entfaltet?
Dr. Christoph Bischoff-Everding, Geschäftsführer HGC
Peter Saade, Seniorberater Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH
Umsetzung von Selektivverträgen – Chancen und Risiken für Ärztenetze
Martin Wetzel, Vorsitzender des Vorstandes der Leistungspartner im Gesunden Kinzigtal
Kooperationen von integrierten Versorgungsnetzen mit Industriepartnern
Alexander Fröhlich, Leitung Healthcare Management, Desitin Arzneimittel GmbH
Rechtliche Rahmenbedingungen und Vertragsalternativen
Dr. Peter Wigge, Rechtsanwalt, Vorstandsmitglied im BMC, Rechtsanwälte Wigge
Finanzierungoptionen für Ärztenetze und Kooperationen
Roland Radtke, Fachbereichsleiter Gesundheit und Pflege, Deutsche Kreditbank AG
Seminar 2: Gesundes Kinzigtal im Detail: Prävention – Management – Wirtschaftliche Erfolgsberechnung
Veranstalter: OptiMedis AG mit Unterstützung durch die AOK Baden-Württemberg und das Medizinische Qualitätsnetz – Ärzteinitiative Kinzigtal e.V.
Gesundes Kinzigtal ist eine Regionale Integrierte Vollversorgungslösung, die auf der KV-Vergütung aufbaut und keine Budgetausgliederung erfordert. Die Ärzte und ihre Managementgesellschaft investieren in die Optimierung der Versorgung im Vorgriff auf die von ihnen produzierten Verbesserungen des Deckungsbeitrags der beteiligten Krankenkassen. Erste überraschende Erfolgszahlen liegen bereits für mehrere Jahre vor. Sie zeigen: Eine verbesserte ambulante Versorgung kann mehr Ertrag für die beteiligten Ärzte und gleichzeitig mehr Gesundheitsnutzen für die Patienten und die Krankenkasse erbringen.
Themen:
- Prävention und Früherkennung
- Krankheitsmanagementlösungen am Beispiel Osteoporose, Herzinsuffizienz, Pflege etc.
- Versorgungsmanagement
- Interne Organisation
- Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
- Rechtliche Konstruktion / Risikovermeidung und Risikoübernahme
- Wirtschaftliche Erfolgsberechnung
- Patientenakte
„Gesundheitsarbeit auf Augenhöhe“ – Gesundes Kinzigtal: Konzept und Umsetzung, Besonderheiten des Gesundheitsmanagements im Kinzigtal
Helmut Hildebrandt, Vorstand OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH
Vertragsarbeit auf Augenhöhe – Einblick in Arbeitsschwerpunkte der AOK Baden-Württemberg für das Projekt Gesundes Kinzigtal
Gisela Daul, Referatsleiterin "Produktentwicklung/Leuchtturmprojekte“, AOK Baden-Württemberg – Hauptverwaltung
Seminar 5: Wirtschaftliche Erfolgsmessung und Controlling neuer Versorgungsformen
Veranstalter: HGC Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH und OptiMedis AG
Die unternehmerische Steuerung von neuen Versorgungsformen ist eine komplexe Managementleistung. Während im stationären Bereich und bei den Kostenträgern bei der Entwicklung von Controlling-Instrumenten in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte gemacht wurden, ist der Einsatz moderner Steuerungssysteme im ambulanten Sektor noch weitgehend unbekannt.
Die Anforderungen an die Steuerung moderner Vertrags- und Versorgungsformen gehen über das bisher Bekannte weit hinaus. Geht es doch schon auf der operativen Steuerungsebene („die Dinge richtig tun“) nicht mehr nur um das Sammeln von Scheinen und den Nachweis von Behandlungspunkten. Selektivverträge oder gar populationsorientierte Vollversorgungsverträge erfordern heute gegenüber den Vertragspartnern häufig den gleichzeitigen Nachweis von medizinischer Behandlungsqualität und indikationsbezogener Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der jeweils aktuellsten gesetzlichen Rahmenbedingungen (Stichwort: Deckungsbeitrag unter Morbi-RSA), und das auf einer häufig nur rudimentär verfügbaren Datenbasis mit Systemen, die für diesen Zweck nicht entwickelt worden sind.
Daneben rückt aber immer mehr eine bisher stark vernachlässigte Ebene in den Fokus der Betrachtung – die der strategischen Entscheidungen („die richtigen Dinge tun“). Denn wenn in einem Projekt die Dinge zwar richtig und effizient umgesetzt werden – aber die falschen – dann wird dieses Projekt zu keinem Erfolg führen. Es geht auf dieser Ebene also darum die Fragen zu beantworten, wie man sich gegenüber seinen Mitbewerbern im zunehmendem Wettbewerb um die Patienten positionieren möchte, die notwendigen Ressourcen bereitstellen und existentielle Risiken des Geschäftsmodells frühzeitig erkennen und gegensteuern kann.
In diesem Workshop werden den Teilnehmern aktuellste Instrumente zur operativen und zur strategischen Steuerung neuer Versorgungsformen in Impulsvorträgen vorgestellt und anschließend im Plenum deren Anwendung an konkreten Beispielen im Dialog mit den Teilnehmern entwickelt und deren Nutzen ausführlich diskutiert.
Das Markt-/ Wettbewerbsportfolio als Instrument des strategischen Controllings
Dr. Ralf Scholz, Geschäftsführer Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH
Strategische Steuerung eines populationsorientierten Integrierten Versorgungssystems über einen Balanced Scorecard Ansatz (BSC)
Dr. Christian Daxer, stv. Beiratsmitglied Gesundes Kinzigtal,
Alexander Pimperl, Leiter Controlling, OptiMedis AG
Gesundheitsökonomische Analysen als Instrument zur Entscheidungsfindung und Programmevaluation in neuen Versorgungsformen – eine kurze Einführung
Guido Büscher, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE), Universität zu Köln
Kennzahlengesteuertes Versorgungsmanagement bei der KBS
Dr. Florian Fuhrman, Leiter Arzneimittelmanagement, Knappschaft
Anforderungen einer Bank an Businesspläne von innovativen Versorgungskonzepten
Thies-Peter Maaßen, Abteilungsdirektor Versorgungsstrukturen und Firmenkunden, Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Deckungsbeiträge als Steuerungsinformation unter Morbi-RSA-Bedingungen
Dr. Bernhard Amshoff, Vorstand Aconsite AG
Seminar 6: Medizinische Erfolgsmessung und Studien zur Versorgungsforschung in neuen Verträgen – wissenschaftliche Evaluation
Veranstalter: OptiMedis AG in Zusammenarbeit mit der Evaluierungskoordinationsstelle Integrierte Versorgung, Abt. für Med. Soziologie, Universität Freiburg, der AOK Baden-Württemberg sowie der KBV
Neue Versorgungsformen sind Innovationen im Gesundheitssystem und müssen sich daher auf ihren medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen hin überprüfen lassen. Gleichzeitig eignen sie sich in besonderer Weise zur Einführung von Innovationen in das Gesundheitssystem und benötigen auch dafür begleitende Evaluationen auf Effekte und Nebeneffekte. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Versorgungsforschung mit neuen Vertragsformen zu verknüpfen? Welche Daten werden benötigt, wie kann der Datenschutz gehandhabt werden? Welche Anforderungen stellen sich für eine wissenschaftliche Evaluation in der Zusammenarbeit von Integrierten Systemen, Krankenkassen und Industrie?
Anhand der Evaluations- und Studienerfahrung von Gesundes Kinzigtal erhalten die Teilnehmer Antworten und erarbeiten selber in Kleingruppen ein Evaluationskonzept für einen Qualitätsindikator medizinischer Versorgung.
GKV-Routinedaten als Quelle von Versorgungsforschung und Evaluationskonzept von Gesundes Kinzigtal
Dr. Achim Siegel, Evaluierungskoordinationsstelle Integrierte Versorgung, Abt. für Med. Soziologie, Universität Freiburg
Medizinische Erfolgsmessung am Beispiel von Qualitätsindikatoren
Dr. Susanne Kleudgen, Abt. Qualitätsmanagement und -instrumente, Kassenärztliche Bundesvereinigung
Ergebnisse Gruppe A: Woran würden Sie den Erfolg messen? Welche Daten wären hierzu erforderlich? Wie belastbar sind diese Daten?
Ergebnisse Gruppe C: Sind Fehlanreize durch die Orientierung an Erfolgsparametern möglich? Wie können diese vermieden werden?
Forschung & Entwicklung als Aufgabe von Neuen Versorgungsformen
Helmut Hildebrandt, Vorstand OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH
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