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HGC-News 02/2010
Messe der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu Versorgungsinnovationen 2010
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,
Liebe Mandanten und Geschäftspartner,
unsere aktuelle "HGC News" stellt die vom 29. bis 31. März in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchgeführte KBV-Messe zu den Innovationen in der deutschen Versorgungslandschaft in den Mittelpunkt.
Wir haben als Veranstaltungspartner der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit diesem Format eine neue Art von attraktiver, für den einzelnen Besucher Gewinn bringender Mischung von Fachdiskussion und Erfahrungsaustausch ausprobiert. Der Erfolg und Zuspruch der Besucher sowie die Qualität der Vorträge, Foren und Seminare haben uns Recht gegeben.
Diese drei Tage gaben uns die Möglichkeit zum offenen Dialog über gemachte Erfahrungen, zur konstruktiven Kritik und vor allem zum Weiterdenken und Konzipieren gesundheitswirtschaftlicher Modelle in einer dynamischen Branche. Wir freuen uns darauf, diese Diskussionen mit Ihnen fortzusetzen.
Mit den besten Grüßen
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| Dr. C. Bischoff-Everding | Magnus Stüve | Dr. Ralf Scholz |
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1. Tag: Versorgungsplanung durch geocodierte Daten
Es kommt Bewegung in eine in die Jahre gekommene und mehr und mehr als nicht zielgenau beurteilte Systematik der ärztlichen Bedarfsplanung. Die Planungsbezirke sind zu groß, die Bevölkerung nicht dort, wo sich die vertragsärztlichen Anbieter drängen. Drohende regionale Unterversorgung mit Vertragsärzten entwickelt sich und wird für die Bevölkerung durch längere Wege und Wartezeiten spürbar, obwohl Deutschland insgesamt weltweit mit an der Spitze der Arztdichte bezogen auf die Gesamtbevölkerung liegt. Die Konsequenzen für Planung und Zulassung kann die KBV in Zukunft durch eine eigens programmierte, hoch komplexe Software zur präzisen Geocodierung unterstützen. Diese wurde detailliert im Echtbetrieb präsentiert und die weitreichenden, jede Siedlungsstruktur in Deutschland mit Wegezeiten berücksichtigenden Analysefähigkeiten demonstriert. Weitere Referenten gaben wichtige wissenschaftliche Zusatzargumente für die anschließende intensive Podiumsdiskussion zwischen KBV-Vorstand und Vertretern der Politik.
Unterlagen zu diesem und auch den weiteren Veranstaltungstagen stellt die KBV demnächst unter www.versorgungsmesse.net zum Download bereit.
2. Tag: Foren und Messe der vertragsärztlichen Anbieter
Insgesamt 34 innovative Versorgungsprojekte wurden an den einzelnen Messeständen vorgestellt und intensiv diskutiert. Interessierte Besucher erfuhren von den Akteuren direkt, wie es gehen kann und welche positiven oder auch negativen Erfahrungen gemacht wurden. Staatssekretär Daniel Bahr ließ sich bei einem Rundgang von den Ausstellern über die Versorgungsansätze informieren. Parallel zur Ausstellung fanden acht Fachforen zu „Anforderungen an besondere Versorgungsangebote“ mit aktuellen Themen statt (Rechtsrahmen, Return on Invest, IT-Lösungen, Monitoring und Evaluation, Best Practice Beispiele, Arzneimittelmanagement, Prävention und indikationsübergreifende Versorgung).
Den Abschluss des Tages bildete eine politische Diskussion zur Frage „Versorgungsinnovation für alle!?“, die vom KBV-Vorstand Dr. A. Köhler, den MdB´s Dr. C. Reimann (SPD), J. Spahn (CDU) und L. Lindemann (FDP) sowie Dr. S. Etgeton (vzbv) unter Moderation von Dr. A. Klöpfer kontrovers und engagiert geführt wurde. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darüber, dass Transparenz der Leistungen und der Vertragsinhalte eine notwendige Voraussetzung für eine Neubewertung und dass Selektivverträge die Treiber dieser Entwicklung seien. KBV-Vorstand Köhler prangerte den teilweisen Ersatz des KV-Monopols durch ein neues Monopol, das des Hausärzteverbandes, an. Allerdings sei, so MdB Spahn, eine „Neubewertung“ der flächendeckenden und populationsbezogenen Versorgungsmodelle nötig. Er schlug eine Schichtung von Basis- und Zusatzversorgungsstrukturen vor. Eine klare Positionierung der Regierungsparteien kam von Spahn zu der aktuellen Inaktivität der Kassen und des KV-Systems gegen die Aushöhlung des Sicherstellungsauftrages und bei den selektivvertraglichen Entwicklungen. Notfalls seien, wenn weiterhin nichts passiere, Ersatzvornahmen der Bundesregierung dazu zu treffen.

Quelle: KBV
3.Tag: Seminare und Messe der innovativen industriellen Dienstleister
Vier von Hildebrandt GesundheitsConsult und der OptiMedis AG organisierte Seminare waren geprägt von intensiver, teils auch kontroverser Diskussion über die richtige Strategie zur erfolgreichen Umsetzung von Selektivverträgen mit den notwendigen Meilensteinen dorthin (Seminar 1), die wirtschaftliche, medizinische und systemische Erfolgsmessung (Seminare 2 und 5) sowie die wissenschaftliche Evaluation (Seminar 6) dieser Verträge. U.a. wurden ein „Fahrplan“ zu einem integrierten Regionalversorgungs-Selektivvertrag sowie gesundheitsökonomische Modelle von den Teilnehmern unter Mitwirkung unserer Experten selbst entwickelt und Kosten-Nutzen-Bewertungen an Beispielen wie der Osteoporose durchgeführt.
Die Expertenvorträge der HGC- und OptiMedis-Seminare können Sie auf der HGC-Homepage hier im pdf-Format abrufen.
Die ÄZQ diskutierte zum Informationsmanagement und Leitlinien in der Praxissoftware (Seminar 3), die KBV hielt einen Workshop für Praktiker ab zu Qualitätsmanagement, Qualitäts-Zirkeln, -Indikatoren und -Kennzahlen (Seminar 4). Im Vordergrund stand in allen Veranstaltungen die praktische Erarbeitung durch die Teilnehmer aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, Vertragsärzte sowie erfahrene Mitarbeiter von Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenhäusern und Industrieanbietern.
Begleitend wurden gesundheitswirtschaftliche IT-Innovationen und Dienstleistungen auf der Messe vorgestellt.


4. Fazit
Insgesamt wurde mit dieser ersten Messe „Versorgungsinnovation 2010“ durch die KBV eine neuartige Plattform für Praktiker aus der Versorgung und den Vertragsparteien geschaffen, die viel Zuspruch fand – die Aussichten auf eine Nachfolgeveranstaltung im Jahr 2011 sind daher gut. Es drängt die Zeit für innovative, umsetzungsfähige und ausgereifte regionale Versorgungskonzepte. Genauso dringend ist, den Anwendern auf Basis einer sektorenübergreifenden Verankerung im Gesundheitssystem betriebswirtschaftliche und gesundheitsökonomischen Steuerungs- und Entscheidungsinstrumente mit auf den Weg zu geben. Einige der dafür von HGC entwickelten und angewandten Lösungen für Arztnetze, Krankenhäuser, Krankenkassen und Politik haben wird auf der Messe vorgestellt.
HGC konnte durch die vielfältigen Erfahrungen in allen gesundheitswirtschaftlichen Bereichen einen wesentlichen inhaltlichen und auch organisatorischen Beitrag zum Gelingen der Messe leisten. Wir sagen allen Teilnehmern und Unterstützern Dank für die aktive Mitarbeit und freuen uns über den gemeinsamen Erfolg.
Mit dieser Messe haben die KBV und HGC ihren Anspruch unterstrichen, mit ihrem Wissen und der vorhandenen Fachkompetenz und Erfahrung in Zukunft wertvolle Beiträge zur Entwicklung innovativer Versorgungsformen zu leisten und diesen Wandel mit zu gestalten.
KONTAKT
Für weitere Informationen oder Terminreservierungen wenden Sie sich bitte an
Katja Niemann (
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
)
Dr. Christoph Bischoff-Everding (
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
)
Telefon: 040 – 51 48 55 – 0.
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