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Herbstbrief 2009 - HGC entwickelt Konzept für regionale medizinische Versorgung in östlichen Bundesländern
HGC entwickelt Konzept für regionale medizinische Versorgung in östlichen Bundesländern
Die Stabilisierung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in strukturschwachen Regionen rückt zunehmend in den Mittelpunkt gesundheitspolitischer Diskussionen, weil bestehende Regelungen offensichtlich keine adäquaten Lösungsansätze zur flächendeckenden Versorgungssicherung bieten. Ein besonderes Interesse daran hat neben der betroffenen Bevölkerung, den einzelnen Leistungserbringern und den Selbstverwaltungspartnern auch die Öffentliche Hand.
Exemplarisch dafür sind die Beschlüsse der 82. Gesundheitsministerkonferenz, auf deren Basis die Länder Vorschläge für einen neuen ordnungspolitischen Rahmen für den Sicherstellungsauftrag, eine sektorenübergreifende Bedarfsplanung und regionale Steuerungsinstrumente erarbeiten werden.
HGC führt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit jeweils vier Sozialministerien und betroffenen Landkreisen aus den Neuen Bundesländern ein praxisorientiertes Modellvorhaben durch, welches Aufschluss über den tatsächlichen regionalen Versorgungsbedarf, zukunftstragende regionale Versorgungsstrukturen und das Potenzial sektorenübergreifender Bedarfsplanung bringen soll.
Die Ergebnisse der vier von HGC durchgeführten medizinischen Strukturanalysen in den Landkreisen sind eindeutig. Erstens: Das Beheben auftretender Versorgungsprobleme erfordert einen umfassenden und sektorenübergreifenden Regionalansatz. Zweitens: Die gegenwärtigen und absehbaren Versorgungsdefizite sind in den vier untersuchten Landkreisen weitgehend identisch. Damit rücken neben landkreisspezifischen Lösungskonzeptionen automatisch auch übergeordnete Versorgungslösungen für strukturschwache und ländliche Regionen in den Mittelpunkt.
Im nächsten Projektschritt werden wir landkreisspezifische Morbiditätsdatenanalysen durchführen, um den „echten“ regionalen Versorgungsbedarf zu erkennen. Auf dieser „Evidenzbasis“ werden wir anschließend konkrete Vorschläge zur zukünftigen Ausgestaltung regionaler Versorgungsstrukturen in ländlichen Regionen vorstellen. Am Ende des Projektes wird ein inhaltlicher und evidenzbasierter Impuls an die für die Neuregelung der Bedarfsplanung relevanten Akteure stehen.
Informationen zu diesem Projekt gibt Ihnen Herr Magnus Stüve ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).
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