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Herbstbrief 2009 - Über 150 Gäste beim HGC-Jubiläum 2009 – Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt

Beitragsseiten
Herbstbrief 2009
Über 150 Gäste beim HGC-Jubiläum 2009 – Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt
Der Weg zum Marktzugang für Innovationen mit echtem Versorgungsnutzen – wir gestalten ihn
HGC entwickelt Konzept für regionale medizinische Versorgung in östlichen Bundesländern
Niedersächsischer Landtag fordert HGC zur fachlichen Stellungnahme auf
Neue, faszinierende Möglichkeiten der Datenanalyse live erleben – am 5. November 2009 in Hamburg
KBV organisiert Versorgungsmesse im März 2010 gemeinsam mit HGC
HGC-Diskussionsveranstaltungen für die Gesundheitswirtschaft starten im November
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Über 150 Gäste beim HGC-Jubiläum 2009 – Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt

Die Jubiläums-Fachtagung von Hildebrandt GesundheitsConsult im September dieses Jahres war ein großer Erfolg: Mehr als 150 Vertreter von Krankenkassen, Ärzteverbänden, Krankenhäusern, Wissenschaft, Industrie sowie aus der Politik waren der Einladung nach Hamburg gefolgt und diskutierten das Thema "Mehr Gesundheitsnutzen – die Zukunft hat begonnen. Erfolgreiche Partnerschaften im Wettbewerb". Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Gesundheitsnutzens und wie ein solcher nachhaltig generiert werden kann.

Das vielseitige Programm mit namhaften Referenten, spannenden Diskussionsrunden, themenspezifischen Seminaren unter anderem zu Innovationen im Gesundheitssystem, Zukunft der ambulanten Versorgung, regionalen Vollversorgungsbudgets und individualisierter Versorgung sowie einem interaktiven Open-Space-Workshop fand bei den Teilnehmern großen Anklang. Eine festliche Abendveranstaltung in den historischen Speicherböden in der Speicherstadt rundete das Programm mit Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen, Musik und Tanz ab.

Regionale Versorgung spielt immer größere Rolle

Referenten und Teilnehmer stellten an beiden Tagen die wesentlichen Herausforderungen der künftigen Gesundheitsversorgung heraus. Demnach liegen die zentralen Aufgaben der Gesundheitswirtschaft vor allem in der Regionalisierung und Individualisierung der Versorgung.

Foto Priv.-Doz. Johannes Hallauer„Die regionale Versorgungsplanung wird zwingend erforderlich – insbesondere in Ländern in denen der Altersdurchschnitt in den kommenden Jahren dramatisch ansteigen wird. Die Entwicklung von Populationsmodellen muss gefördert werden.“ Priv.-Doz. Johannes Hallauer, Abteilungsleiter Gesundheit im Ministerium für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus müssten Prozess- und Produktinnovationen schnell in das System eingeführt und umgesetzt werden, hieß es. Deutlich wurde: Die vernetzte Leistungserbringung über alle Sektoren hat an Aktualität nicht verloren und ist zukünftig auch zentrale Aufgabe der Akteure im Gesundheitswesen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die diese Zielsetzungen ummanteln, müssen nach Ansicht der Teilnehmer und Referenten verbessert werden und innovative Versorgungslösungen ermöglichen.

Die wesentliche Aufgabe liegt dabei darin, mehr Gesundheitsnutzen zu schaffen. Dies wurde vor llem in der Open-Space-Diskussionsrunde am zweiten Tag der Fachtagung deutlich.

Foto von Prof. Dr. Herbert Rebscher„Bewertung von Nutzen muss die Sichtweise aller Beteiligten einbeziehen. Wir denken bei der Beurteilung von Versorgungsverträgen zu wenig daran, wie sie sich in der konkreten Situation auswirken. Nur weil wir etwas nach ganz rationalen Gesichtspunkten für sinnvoll halten, muss es von den Empfängern nicht auch so empfunden werden.“ Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender DAK

Es gelte die individuellen Nutzenerwartungen zu erfüllen, um so den solidarischen Gesamtnutzen im Gesundheitssystem zu erhöhen. Der Nutzen für „gesunde“ und „kranke“ Versicherte müsse dabei zwar nebeneinander und unterschiedlich analysiert werden, treffe sich aber in dem Sicherheitsversprechen, für den Ernstfall eine optimale Versorgung bereit zu stellen.

Foto von Helmut Hildebrandt„Zusatznutzen kann durch ein Produkt, eine Managementinnovation, einen abgestimmten Versorgungsprozess oder eine Systeminnovation generiert werden. Gesundheitsnutzen verstehen wir dabei in einem weiteren Sinne, der Lebensqualitäts‐ und Sicherheits‐ bzw. Servicegewinn des Patienten steht dabei neben der erhöhten Kosteneffizienz zugunsten der Krankenkasse (und/oder der Gesellschaft).“ Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer HGC.

Krankenkassen brauchen Anreize, Gesundheitsnutzen zu produzieren

An die neue schwarz-gelbe Koalition richteten die Teilnehmer die Aufforderung, die Rahmenbedingungen für die Krankenkassen weiter zu entwickeln und die bisherige recht ausschließliche Kostensenkungslogik in einen Wettbewerb um erzielten und nachgewiesenen Gesundheitsnutzen zu führen. Dazu wurden die Anregungen des im vergangenen Jahr von HGC vorgelegten White Papers „Anreize für Forschung und Entwicklung (F&E) für Versorgungs- und Systeminnovationen im Gesundheitswesen“ aufgegriffen und insbesondere die Empfehlung betont, Krankenkassen einer Pflicht zu unterwerfen, Qualitäts- und Ergebnisberichte des Gesundheitszustands ihrer Versicherten und seiner Entwicklung über die Zeit vorzulegen und einen Bericht über ihre Investitionen in die F&E für Versorgungsinnovationen zu veröffentlichen. Die Teilnehmer nahmen mit Interesse zur Kenntnis, dass auch das kürzlich vorgelegte Metaforum-Memorandum „Innovation im Gesundheitswesen“ der Fraunhofer-Gesellschaft diese Forderungen übernommen hat.

Foto von Prof. Jörg Saatkamp„Wir müssen Strukturen schaffen, in denen die Krankenkassen sich in ihrem Wettbewerb mehr auf Qualität konzentrieren können.“ Prof. Jörg Saatkamp, Hochschule Rosenheim

Weitere Überlegungen der Teilnehmer richteten sich darauf, dass das Produkt Versorgungssicherheit für die Konsumenten der Gesundheitsversorgung wie auch die Versicherungsleistung der Krankenkassen einen zentralen Stellenwert hat. Gesundheit sei damit im Kern eine Leistung, die ganz wesentlich von der geschaffenen Vertrauensbasis und der Reputation des Anbieters abhängig ist, hieß es. Jede Gefährdung der Reputation, etwa wie durch die immer wieder auftretenden Berichte über Korruption, ein Angebot von Leistungen mit fraglichem nachhaltigen Gesundheitsnutzen oder aber auch eine Politik der „Kostensenkung um jeden Preis“, riskiere die Entwicklung von Misstrauen, zusätzliche Kontrollaufwände und dadurch massive Schädigungen der Geschäftsmodelle. Die Teilnehmer stellten fest, dass dies nicht nur in der Außenbeziehung zu den Konsumenten und der Öffentlichkeit gilt, sondern ganz entscheidend auch für die Partnerschaft und Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren im Gesundheitswesen. Die zielgerichtete Kommunikation zwischen den Akteuren und die vorherige sorgfältige Hinterfragung geplanter Strategien auf ihre „non-intended side effects“ (also die Vermeidung kontraproduktiver Nebeneffekte) sind demnach entscheidende Voraussetzungen, um Vertrauensverhältnisse zu schaffen und den Gesundheitsnutzen zu erhöhen.

Mehr Wettbewerb um die bessere Outcome-Qualität

Wettbewerb und Kooperation sind dabei zwei Bestandteile, die sich in vielen Fällen nicht ausschließen, waren sich die Teilnehmer einig. Allerdings müsse das Verhältnis von Wettbewerb und Kooperation ausgeglichen und nach individuellem Marktumfeld und Nutzenerwartungen der Teilnehmer ausgerichtet sein. Insbesondere sei das Wettbewerbspotenzial um die bessere Outcome-Qualität noch lange nicht vollständig ausgeschöpft und kann durch erfolgreiche Partnerschaften gefördert werden.

Foto von Prof. Jürgen Wasem„Die grundlegende Frage der zukünftigen Gesundheitspolitik ist: Was wollen wir im Wettbewerb regeln und was im Kollektivvertrag?“ Prof. Jürgen Wasem, Universität Duisburg/Essen

Die Tagung endete mit einem Plädoyer für die weitere Entwicklung neuer integrierter Versorgungsformen und für mehr unternehmerische und berufsgruppenübergreifende Partnerschaften, die nachhaltig sind, auf Vertrauen basieren und ihre Produktivität auch entfalten können. Die Politik forderten die Teilnehmer zu einer Regionalisierung des Risikostrukturausgleichs auf, damit die Gesundheitsressourcen künftig regional gerechter verteilt werden könnten.

Foto von Dr. Dirk Göpffarth„Der Risikostrukturausgleich ist in einem wettbewerblichen Gesundheitssystem zwingend erforderlich. Und je wettbewerblicher das Gesundheitswesen ausgestaltet ist, desto zielgenauerund detaillierter muss der RSA sein.“ Dr. Dirk Göpffarth, BVA

Die Vorträge der Referenten, Pressemitteilungen zu der Tagung, das vollständige Programm sowie einschlägige Veröffentlichungen (aktuell z.B. der Artikel „Die Hohe Kunst der Anreize: Neue Vergütungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen und der Bedarf für Systemlösungen“ in der Zeitschrift Sozialer Fortschritt") stehen Ihnen auf unserer Homepage unter www.gesundheitsconsult.de zur Verfügung. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Regionale Versorgung – weitere Tagungen im Jahr 2010

Bereits am 19. Und 20. Januar 2010 wird die Diskussion um eine rationalisierte Versorgung mit Beteiligung von HGC weiter geführt: Das Schleswig-Holsteinische Sozial- und Gesundheitsministerium lädt ein zu der Tagung „Vernetzte Gesundheit – Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung“. HGC wird dort die im Auftrag des Zukunftsfonds Schleswig-Holstein entwickelten Ansätze für eine Regionalversorgung mit Sicherung des Versorgungsbudgets vorstellen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Und es geht spannend weiter: Vom 29. Bis 31. März 2010 lädt die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Verbindung mit HGC zu der Messe „Versorgungsinnovationen 2010“ ein (mehr dazu hier). Bitte merken Sie sich beide Termine vor und freuen Sie sich auf die Fortführung der spannenden Diskussion um die Sicherung und Weiterentwicklung von Versorgungsinnovationen.



 
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  • BW Forum Medicum - Innovative Lösungen gesucht?

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  • HGC gestaltet MedInform-Seminar zu den Chancen neuer Versorgungsformen für MedTech-Innovationen am 02. September in Berlin

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  • Expertenforum Regionale Vernetzung "Überlebensstrategien für Krankenhäuser" am 28.09.2010 in Nürnberg

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  • Fachtagung "Kommunales Krankenhausmanagement" am 13. Oktober 2010 in Nürnberg

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