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Herbstbrief 2009

Beitragsseiten
Herbstbrief 2009
Über 150 Gäste beim HGC-Jubiläum 2009 – Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt
Der Weg zum Marktzugang für Innovationen mit echtem Versorgungsnutzen – wir gestalten ihn
HGC entwickelt Konzept für regionale medizinische Versorgung in östlichen Bundesländern
Niedersächsischer Landtag fordert HGC zur fachlichen Stellungnahme auf
Neue, faszinierende Möglichkeiten der Datenanalyse live erleben – am 5. November 2009 in Hamburg
KBV organisiert Versorgungsmesse im März 2010 gemeinsam mit HGC
HGC-Diskussionsveranstaltungen für die Gesundheitswirtschaft starten im November
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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,

die Menschen in Deutschland haben ihre Wahl getroffen – allein die daraus folgende Richtung bietet aber noch Stoff für viele Fragerunden. Einige Punkte aus den bereits seit einigen Tagen laufenden Koalitionsgesprächen der Gesundheitspolitiker beider Parteien (nicht zu vergessen die CSU als dritte mit am Tisch) sind allerdings schon zum Teil nach außen gedrungen bzw. angesichts der Konstellation doch mit gewissen Wahrscheinlichkeiten zu erwarten: Aufspaltung der Kassenärztlichen Vereinigungen in eine Hausarzt- und eine Facharzt-KV, Aufhebung der ordnungspolitischen Sünde durch den §73 b SGB V (hausarztzentrierte Versorgung), Erhöhung oder Wegfall der Kappungsgrenze bei den GKV-Zusatzbeiträgen sowie Erleichterungen für PKV-eigene Selektivverträge. Bei anderen Punkten dagegen streiten die Flügel der jeweiligen Parteien noch: Sie schwanken zwischen dem Eintreten für mehr Wettbewerb mit unternehmerischen Lösungen und an eigener Klientel orientierter Schonpolitik.

Wie auch immer die gesundheitspolitischen Entscheidungen und personellen Ressortverteilungen der neuen Regierung ausfallen – wir werden die sich neu ergebenden Chancen nutzen und für unsere Mandanten zügig innovative Lösungen entwickeln und umsetzen. Viele Ansätze haben wir schon im September auf unserer Fachtagung anlässlich unseres 20-jährigen Firmenjubiläums diskutiert und waren uns mit vielen Teilnehmern einig, wo das größte zukünftige Gestaltungs- und Erfolgspotenzial im Gesundheitssystem liegt: in der Orientierung an einem steigenden Gesundheitsnutzen!

Das Feedback auf unsere Jubiläums-Tagung im Hamburger Hotel Steigenberger und die Abendveranstaltung in den Speicherböden des ehemaligen Hamburger Freihafens war durchweg positiv: Ein schöner äußerer Rahmen, eine gute Atmosphäre und ein äußerst hoher Nutzwert, so der Tenor der Teilnehmer. Als sehr ergiebig zeigte sich vor allem die offene Fachdiskussion der Teilnehmer aus allen Versorgungsebenen mit Krankenhäusern und Arztnetzen, den Krankenkassen, der akademischen Gesundheitsforschung, den Ministerien und der Industrie. Die Vorträge, Grußwörter und eine kleine Historie von HGC haben wir für Sie auf unserer Webseite bereitgestellt.

Auch in Zukunft möchten wir mit Ihnen den persönlichen, konstruktiven Austausch fortsetzen. So haben wir bereits in einem unserer letzten Newsletter Diskussionsrunden im Rahmen von „Kamingesprächen“ an wechselnden Orten angekündigt. Die Auftaktveranstaltung mit dem Thema Marktzugang für innovative Produkte findet am 23. November in Hamburg statt. Zusammen mit unserem Kooperationspartner, der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, laden wir Sie persönlich gern ein, daran teilzunehmen (mehr Infos dazu unter HGC-Diskussionsveranstaltungen für die Gesundheitswirtschaft starten im November). Zu Beginn des nächsten Jahres werden wir dann in Köln gemeinsam mit unserem Partner Solidaris Unternehmensberatung eine Veranstaltung über die Möglichkeiten moderner Datenanalyse in der Gesundheitswirtschaft durchführen.

Ganz herzlich laden wir Sie auch ein, unseren neuen Webauftritt unter www.gesundheitsconsult.de zu kommentieren: Er ist jetzt seit drei Monaten übersichtlicher und klarer als bisher gegliedert. Sie finden Beiträge zu aktuellen Projekten und Publikationen wie auch Hinweise zu interessanten Veranstaltungen, in denen wir uns zu aktuellen gesundheitswirtschaftlichen Themen gerne mit Ihnen austauschen möchten.

Auch in unserem aktuellen HGC-Newsletter warten viele interessante Themen auf Sie, schauen Sie hinein und sprechen Sie uns gern an.

Helmut Hildebrandt Dr. med. Christoph Bischoff-Everding Magnus Stüve Dr. Ralf Scholz
Helmut Hildebrandt Dr. C. Bischoff-Everding Magnus Stüve Dr. Ralf Scholz
Foto von Helmut Hildebrandt Foto von Dr. med. Christoph Bischoff-Everding Foto von Magnus Stüve Foto von Dr. Ralf Scholz

Über 150 Gäste beim HGC-Jubiläum 2009 – Bedeutung von Gesundheitsnutzen steigt

Die Jubiläums-Fachtagung von Hildebrandt GesundheitsConsult im September dieses Jahres war ein großer Erfolg: Mehr als 150 Vertreter von Krankenkassen, Ärzteverbänden, Krankenhäusern, Wissenschaft, Industrie sowie aus der Politik waren der Einladung nach Hamburg gefolgt und diskutierten das Thema "Mehr Gesundheitsnutzen – die Zukunft hat begonnen. Erfolgreiche Partnerschaften im Wettbewerb". Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Gesundheitsnutzens und wie ein solcher nachhaltig generiert werden kann.

Das vielseitige Programm mit namhaften Referenten, spannenden Diskussionsrunden, themenspezifischen Seminaren unter anderem zu Innovationen im Gesundheitssystem, Zukunft der ambulanten Versorgung, regionalen Vollversorgungsbudgets und individualisierter Versorgung sowie einem interaktiven Open-Space-Workshop fand bei den Teilnehmern großen Anklang. Eine festliche Abendveranstaltung in den historischen Speicherböden in der Speicherstadt rundete das Programm mit Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen, Musik und Tanz ab.

Regionale Versorgung spielt immer größere Rolle

Referenten und Teilnehmer stellten an beiden Tagen die wesentlichen Herausforderungen der künftigen Gesundheitsversorgung heraus. Demnach liegen die zentralen Aufgaben der Gesundheitswirtschaft vor allem in der Regionalisierung und Individualisierung der Versorgung.

Foto Priv.-Doz. Johannes Hallauer„Die regionale Versorgungsplanung wird zwingend erforderlich – insbesondere in Ländern in denen der Altersdurchschnitt in den kommenden Jahren dramatisch ansteigen wird. Die Entwicklung von Populationsmodellen muss gefördert werden.“ Priv.-Doz. Johannes Hallauer, Abteilungsleiter Gesundheit im Ministerium für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus müssten Prozess- und Produktinnovationen schnell in das System eingeführt und umgesetzt werden, hieß es. Deutlich wurde: Die vernetzte Leistungserbringung über alle Sektoren hat an Aktualität nicht verloren und ist zukünftig auch zentrale Aufgabe der Akteure im Gesundheitswesen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die diese Zielsetzungen ummanteln, müssen nach Ansicht der Teilnehmer und Referenten verbessert werden und innovative Versorgungslösungen ermöglichen.

Die wesentliche Aufgabe liegt dabei darin, mehr Gesundheitsnutzen zu schaffen. Dies wurde vor llem in der Open-Space-Diskussionsrunde am zweiten Tag der Fachtagung deutlich.

Foto von Prof. Dr. Herbert Rebscher„Bewertung von Nutzen muss die Sichtweise aller Beteiligten einbeziehen. Wir denken bei der Beurteilung von Versorgungsverträgen zu wenig daran, wie sie sich in der konkreten Situation auswirken. Nur weil wir etwas nach ganz rationalen Gesichtspunkten für sinnvoll halten, muss es von den Empfängern nicht auch so empfunden werden.“ Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender DAK

Es gelte die individuellen Nutzenerwartungen zu erfüllen, um so den solidarischen Gesamtnutzen im Gesundheitssystem zu erhöhen. Der Nutzen für „gesunde“ und „kranke“ Versicherte müsse dabei zwar nebeneinander und unterschiedlich analysiert werden, treffe sich aber in dem Sicherheitsversprechen, für den Ernstfall eine optimale Versorgung bereit zu stellen.

Foto von Helmut Hildebrandt„Zusatznutzen kann durch ein Produkt, eine Managementinnovation, einen abgestimmten Versorgungsprozess oder eine Systeminnovation generiert werden. Gesundheitsnutzen verstehen wir dabei in einem weiteren Sinne, der Lebensqualitäts‐ und Sicherheits‐ bzw. Servicegewinn des Patienten steht dabei neben der erhöhten Kosteneffizienz zugunsten der Krankenkasse (und/oder der Gesellschaft).“ Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer HGC.

Krankenkassen brauchen Anreize, Gesundheitsnutzen zu produzieren

An die neue schwarz-gelbe Koalition richteten die Teilnehmer die Aufforderung, die Rahmenbedingungen für die Krankenkassen weiter zu entwickeln und die bisherige recht ausschließliche Kostensenkungslogik in einen Wettbewerb um erzielten und nachgewiesenen Gesundheitsnutzen zu führen. Dazu wurden die Anregungen des im vergangenen Jahr von HGC vorgelegten White Papers „Anreize für Forschung und Entwicklung (F&E) für Versorgungs- und Systeminnovationen im Gesundheitswesen“ aufgegriffen und insbesondere die Empfehlung betont, Krankenkassen einer Pflicht zu unterwerfen, Qualitäts- und Ergebnisberichte des Gesundheitszustands ihrer Versicherten und seiner Entwicklung über die Zeit vorzulegen und einen Bericht über ihre Investitionen in die F&E für Versorgungsinnovationen zu veröffentlichen. Die Teilnehmer nahmen mit Interesse zur Kenntnis, dass auch das kürzlich vorgelegte Metaforum-Memorandum „Innovation im Gesundheitswesen“ der Fraunhofer-Gesellschaft diese Forderungen übernommen hat.

Foto von Prof. Jörg Saatkamp„Wir müssen Strukturen schaffen, in denen die Krankenkassen sich in ihrem Wettbewerb mehr auf Qualität konzentrieren können.“ Prof. Jörg Saatkamp, Hochschule Rosenheim

Weitere Überlegungen der Teilnehmer richteten sich darauf, dass das Produkt Versorgungssicherheit für die Konsumenten der Gesundheitsversorgung wie auch die Versicherungsleistung der Krankenkassen einen zentralen Stellenwert hat. Gesundheit sei damit im Kern eine Leistung, die ganz wesentlich von der geschaffenen Vertrauensbasis und der Reputation des Anbieters abhängig ist, hieß es. Jede Gefährdung der Reputation, etwa wie durch die immer wieder auftretenden Berichte über Korruption, ein Angebot von Leistungen mit fraglichem nachhaltigen Gesundheitsnutzen oder aber auch eine Politik der „Kostensenkung um jeden Preis“, riskiere die Entwicklung von Misstrauen, zusätzliche Kontrollaufwände und dadurch massive Schädigungen der Geschäftsmodelle. Die Teilnehmer stellten fest, dass dies nicht nur in der Außenbeziehung zu den Konsumenten und der Öffentlichkeit gilt, sondern ganz entscheidend auch für die Partnerschaft und Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren im Gesundheitswesen. Die zielgerichtete Kommunikation zwischen den Akteuren und die vorherige sorgfältige Hinterfragung geplanter Strategien auf ihre „non-intended side effects“ (also die Vermeidung kontraproduktiver Nebeneffekte) sind demnach entscheidende Voraussetzungen, um Vertrauensverhältnisse zu schaffen und den Gesundheitsnutzen zu erhöhen.

Mehr Wettbewerb um die bessere Outcome-Qualität

Wettbewerb und Kooperation sind dabei zwei Bestandteile, die sich in vielen Fällen nicht ausschließen, waren sich die Teilnehmer einig. Allerdings müsse das Verhältnis von Wettbewerb und Kooperation ausgeglichen und nach individuellem Marktumfeld und Nutzenerwartungen der Teilnehmer ausgerichtet sein. Insbesondere sei das Wettbewerbspotenzial um die bessere Outcome-Qualität noch lange nicht vollständig ausgeschöpft und kann durch erfolgreiche Partnerschaften gefördert werden.

Foto von Prof. Jürgen Wasem„Die grundlegende Frage der zukünftigen Gesundheitspolitik ist: Was wollen wir im Wettbewerb regeln und was im Kollektivvertrag?“ Prof. Jürgen Wasem, Universität Duisburg/Essen

Die Tagung endete mit einem Plädoyer für die weitere Entwicklung neuer integrierter Versorgungsformen und für mehr unternehmerische und berufsgruppenübergreifende Partnerschaften, die nachhaltig sind, auf Vertrauen basieren und ihre Produktivität auch entfalten können. Die Politik forderten die Teilnehmer zu einer Regionalisierung des Risikostrukturausgleichs auf, damit die Gesundheitsressourcen künftig regional gerechter verteilt werden könnten.

Foto von Dr. Dirk Göpffarth„Der Risikostrukturausgleich ist in einem wettbewerblichen Gesundheitssystem zwingend erforderlich. Und je wettbewerblicher das Gesundheitswesen ausgestaltet ist, desto zielgenauerund detaillierter muss der RSA sein.“ Dr. Dirk Göpffarth, BVA

Die Vorträge der Referenten, Pressemitteilungen zu der Tagung, das vollständige Programm sowie einschlägige Veröffentlichungen (aktuell z.B. der Artikel „Die Hohe Kunst der Anreize: Neue Vergütungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen und der Bedarf für Systemlösungen“ in der Zeitschrift Sozialer Fortschritt") stehen Ihnen auf unserer Homepage unter www.gesundheitsconsult.de zur Verfügung. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Regionale Versorgung – weitere Tagungen im Jahr 2010

Bereits am 19. Und 20. Januar 2010 wird die Diskussion um eine rationalisierte Versorgung mit Beteiligung von HGC weiter geführt: Das Schleswig-Holsteinische Sozial- und Gesundheitsministerium lädt ein zu der Tagung „Vernetzte Gesundheit – Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung“. HGC wird dort die im Auftrag des Zukunftsfonds Schleswig-Holstein entwickelten Ansätze für eine Regionalversorgung mit Sicherung des Versorgungsbudgets vorstellen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Und es geht spannend weiter: Vom 29. Bis 31. März 2010 lädt die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Verbindung mit HGC zu der Messe „Versorgungsinnovationen 2010“ ein (mehr dazu hier). Bitte merken Sie sich beide Termine vor und freuen Sie sich auf die Fortführung der spannenden Diskussion um die Sicherung und Weiterentwicklung von Versorgungsinnovationen.


Der Weg zum Marktzugang für Innovationen mit echtem Versorgungsnutzen – wir gestalten ihn

Der Marktzugang von Innovationen war eines der Schwerpunktthemen unseres Jubiläumskongresses. Gemäß dem Kongressmotto „Mehr Gesundheitsnutzen“ haben wir die Frage, welcher Nutzen von Innovationen erwartet werden muss, in den Mittelpunkt gestellt. In diesem Rahmen wurden auch zwei vielversprechende Innovationen vorgestellt: Das CyberKnife der Firma Accuray, mit dem eine Hochdosis-Strahlung millimetergenau an einen Tumor verabreicht werden kann, um unter anderem die typischen Nebenwirkungen der Strahlentherapie zu vermeiden und die gerätegestützte Medizinische Kräftigungstherapie von Kieser Training, um durch Kraftaufbau eine dauerhafte Schmerzreduktion zu erreichen.

Beiden Innovationen ist gemeinsam, dass der mit ihrem Einsatz verbundene Versorgungsnutzen international bereits in der konkreten Anwendung gezeigt werden konnte. Um ihr Potenzial auch für das deutsche Gesundheitssystem erkennen zu können, haben wir jeweils eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt und dabei konsequent die GKV-Perspektive eingenommen. Das Ergebnis: Für beide Innovationen haben wir in klar erkannten Indikationsbereichen eine Überlegenheit gegenüber bestehenden Therapiestandards nachgewiesen.

Darüber hinaus haben wir durch die Analyse der Studienergebnisse die folgenden Elemente als Voraussetzung für den zukünftigen GKV-Markteintritt identifiziert: Innovationen müssen bestehenden Therapieoptionen zukünftig sowohl in der gesundheitsökonomischen Kosten-Nutzen-Beurteilung als auch in der konkreten Anwendung überlegen sein. Dafür ist das Anwendungsgebiet genauso wie der erwartete Anwendungsnutzen konkret zu definieren. Besonders interessant werden Innovationen für die Kostenträger dann, wenn das durch sie erreichte Therapieergebnis über eine zu definierende Zeitspanne stabil gehalten werden kann. Dabei kommt einem Strukturen und Prozesse berücksichtigendem Versorgungsmanagement eine große Bedeutung zu. Durch dieses ist die technische Produktüberlegenheit in ein überlegenes Wertschöpfungskonzept zu transferieren.

Beide Beratungsprojekte haben uns in unserer Überzeugung bestätigt, dass nutzenstiftende Innovationen auch unter den bestehenden Restriktionen in den Markt eingeführt werden können. Unseren nutzenorientierten Ansatz zur „Innovationsförderung“ haben wir unter anderem in der Septemberausgabe 2009 der KU Gesundheitsmanagement am Beispiel des CyberKnife unter dem Titel: "Geschäftsfeld Innovationen – Ergebnisorientierung ermöglicht medizinischen Fortschritt und Differenzierung im Wettbewerb" (Download) veröffentlicht.

Herr Magnus Stüve ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und Frau Dr. Eva-Julia Weyler ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) geben Ihnen gerne Auskunft.


HGC entwickelt Konzept für regionale medizinische Versorgung in östlichen Bundesländern

Die Stabilisierung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in strukturschwachen Regionen rückt zunehmend in den Mittelpunkt gesundheitspolitischer Diskussionen, weil bestehende Regelungen offensichtlich keine adäquaten Lösungsansätze zur flächendeckenden Versorgungssicherung bieten. Ein besonderes Interesse daran hat neben der betroffenen Bevölkerung, den einzelnen Leistungserbringern und den Selbstverwaltungspartnern auch die Öffentliche Hand.

Exemplarisch dafür sind die Beschlüsse der 82. Gesundheitsministerkonferenz, auf deren Basis die Länder Vorschläge für einen neuen ordnungspolitischen Rahmen für den Sicherstellungsauftrag, eine sektorenübergreifende Bedarfsplanung und regionale Steuerungsinstrumente erarbeiten werden.

HGC führt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit jeweils vier Sozialministerien und betroffenen Landkreisen aus den Neuen Bundesländern ein praxisorientiertes Modellvorhaben durch, welches Aufschluss über den tatsächlichen regionalen Versorgungsbedarf, zukunftstragende regionale Versorgungsstrukturen und das Potenzial sektorenübergreifender Bedarfsplanung bringen soll.

Die Ergebnisse der vier von HGC durchgeführten medizinischen Strukturanalysen in den Landkreisen sind eindeutig. Erstens: Das Beheben auftretender Versorgungsprobleme erfordert einen umfassenden und sektorenübergreifenden Regionalansatz. Zweitens: Die gegenwärtigen und absehbaren Versorgungsdefizite sind in den vier untersuchten Landkreisen weitgehend identisch. Damit rücken neben landkreisspezifischen Lösungskonzeptionen automatisch auch übergeordnete Versorgungslösungen für strukturschwache und ländliche Regionen in den Mittelpunkt.

Im nächsten Projektschritt werden wir landkreisspezifische Morbiditätsdatenanalysen durchführen, um den „echten“ regionalen Versorgungsbedarf zu erkennen. Auf dieser „Evidenzbasis“ werden wir anschließend konkrete Vorschläge zur zukünftigen Ausgestaltung regionaler Versorgungsstrukturen in ländlichen Regionen vorstellen. Am Ende des Projektes wird ein inhaltlicher und evidenzbasierter Impuls an die für die Neuregelung der Bedarfsplanung relevanten Akteure stehen.

Informationen zu diesem Projekt gibt Ihnen Herr Magnus Stüve ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).


Niedersächsischer Landtag fordert HGC zur fachlichen Stellungnahme auf

Der Niedersächsische Landtag hat HGC zu einer Stellungnahme bezüglich der Weiterentwicklung des Konzepts zur Finanzierung der Krankenhausinvestitionskosten aufgefordert. Hintergrund ist die Diskussion um eine zunehmende Leistungsorientierung bei der Mittelvergabe der Pauschalförderung nach §9 Abs. 3 KHG für kurz- und mittelfristige Anlagegüter und kleinere Baumaßnahmen. Hierbei stellt sich u.a. die Frage, in welcher Relation und nach welchen Kriterien die Leistungsorientierung zur Bettenpauschale stehen soll. Von Bedeutung ist auch, ob für Bund und Länder weiterhin eine Steuerungsmöglichkeit besteht, um vor allem die Versorgung im ländlichen Bereich sicherzustellen.

HGC spricht sich - unabhängig von der Diskussion über die duale oder monistische Finanzierung - langfristig für eine verstärkte wettbewerblich ausgerichtete Krankenhausversorgung aus, in der marktwirtschaftliche Steuerungsmechanismen greifen. Dies könnte für ländliche Regionen durch öffentliche Ausschreibungen mit festgelegten Versorgungskriterien und wettbewerblich orientierten Förderzuschüssen für langfristige Gesamtversorgungsverträge erfolgen. So könnten passgerechte und ökonomisch effiziente Instrumente sukzessive die bisherigen Instrumente der Krankenhausplanung ergänzen oder ganz ersetzen.

Anstelle einer Bettenorientierung als Förderungsgegenstand, um eine wohnortnahe Versorgung zu sichern, empfiehlt HGC, regionale Bevölkerungsstrukturdaten und zu erwartende Bedarfe (auf der Basis demografischer Daten und Zuzugs-/ Wegzugserwartungen des Statistischen Landesamtes) zur Grundlage pauschaler Förderung zu nehmen. Entsprechende Analysen kann HGC zur Einsicht für Interessierte gern zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen erhalten Sie bei Herrn Dr. Ralf Scholz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).


Neue, faszinierende Möglichkeiten der Datenanalyse live erleben – am 5. November 2009 in Hamburg

Unser Kooperationspartner Bissantz & Company veranstaltet am 5. November 2009 eine Matinee im Hotel Louis C. Jakob in Hamburg, auf der modernste Methoden der Datenanalyse vorgestellt werden. Thomas Salow, Head of Commercial Operations von Dräger Medical, wird in einem Anwendungsbericht vorstellen, wie sein Unternehmen unter Einsatz der SoftwareSuite DeltaMaster seine weltweite rollierende Vertriebs- und Produktionsplanung erstellt. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

HGC verwendet DeltaMaster seit Jahren für die Analyse von Gesundheitsdaten und hat vielfältige Anwendungen entwickelt. Wenn Sie auch in Ihrem Unternehmen durch intelligente Auswertung Ihrer Datenschätze Ihre Geschäftsprozesse optimieren und Ihren Ressourceneinsatz verbessern wollen, steht Ihnen Herr Dr. Ralf Scholz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) gern für ein Informationsgespräch zur Verfügung.


KBV organisiert Versorgungsmesse im März 2010 gemeinsam mit HGC

Logo KBV Versorgungsmesse 2010

Am 29. bis 31. März 2010 veranstaltet die Kassenärztliche Bundesvereinigung die „KBV-Messe Versorgungsinnovationen 2010“. Demographischer Wandel, damit verbunden die Zunahme chronischer Krankheiten und steigende Multimorbidität erfordern neue Wege der Organisation von Gesundheit. Aufbauend auf einem robusten Kollektivvertrag sind heute schon zahlreiche Initiativen entstanden, die über die Vernetzung aller an der Versorgung beteiligten Akteure Mehrwerte sowohl für Patienten als auch Ärzte und Krankenkassen nachweisen konnten.

Das Spektrum ambulanter Versorgung abzubilden, Kompetenzen herauszustellen und Versorgungsinnovationen allen Versicherten zugänglich zu machen, sind Kernziele der Versorgungsmesse. Krankenkassen Übersicht über das Leistungsangebot in einem sich rasch entwickelnden Vertragsmarkt zu verschaffen, kennzeichnet die Veranstaltung, die Berufs- und Versorgungspolitik sowie -praxis integriert.

Partner für die Durchführung der Messe ist die Hildebrandt GesundheitsConsult GmbH. Sie hat bereits seit den 90er Jahren mit neuen Vertrags- und Versorgungslösungen Erfahrung und ist sicherlich einer der profundesten Kenner von Selektivverträgen quer über die Sektoren.


HGC-Diskussionsveranstaltungen für die Gesundheitswirtschaft starten im November

Am 23. November 2009 findet in Hamburg die erste von mehreren geplanten HGC- Diskussionsveranstaltungen für die Gesundheitswirtschaft statt. Das Thema lautet: „Marktzugang von Innovationen – Neue Herausforderungen für die Medizinprodukteindustrie“.

Für den Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe haben wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ein Thema ausgewählt, das in Unternehmen der Medizinprodukte-/ Medizintechnikindustrie zurzeit große Beachtung findet: die veränderten Rahmenbedingungen für den Marktzugang innovativer Medizinprodukte.

In Impulsreferaten werden wir zusammen mit Luther die Auswirkungen der 4. MPG-Novelle darstellen und Strategien aufzeigen, wie durch einen zielgruppenspezifischen Nachweis des Versorgungsnutzens der Marktzugang von Innovationen auch weiterhin sichergestellt werden kann. Im Rahmen eines anschließenden „Kamingesprächs“ werden wir diese und weitere aktuellen Herausforderungen für die Medizinprodukte- und Medizintechnikindustrie gemeinsam mit den Teilnehmern erörtern.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Peter Saade ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) gerne zur Verfügung.

Download HGC-Herbstbrief 2009

 
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  • BW Forum Medicum - Innovative Lösungen gesucht?

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  • HGC gestaltet MedInform-Seminar zu den Chancen neuer Versorgungsformen für MedTech-Innovationen am 02. September in Berlin

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  • Expertenforum Regionale Vernetzung "Überlebensstrategien für Krankenhäuser" am 28.09.2010 in Nürnberg

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  • Fachtagung "Kommunales Krankenhausmanagement" am 13. Oktober 2010 in Nürnberg

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